Was ist HBO?

 

Was ist hyperbare Sauerstoff-Therapie und worauf beruht die heilende Wirkung?
Bei welchen Erkrankungen kann die HBO-Therapie helfen?
Vorbereitung und Durchführung

Was ist hyperbare Sauerstoff-Therapie und worauf beruht die heilende Wirkung?

Bei der hyperbaren Sauerstoff-Therapie (Abkürzung HBO) atmet der Patient medizinisch reinen Sauerstoff in einem Behandlungsraum (sog. Druckkammer) unter erhöhtem atmosphärischen Luftdruck. Bei der normalen Atmung nehmen die roten Blutkörperchen Sauerstoff auf. Durch den Überdruck in der Behandlungskammer wird Sauerstoff zusätzlich im Blut gelöst. Der Sauerstoffdruck steigt dadurch bis zum 20-fachen des normalen Wertes an. Insbesondere schlecht durchblutete oder entzündete Körpergewebe werden deshalb besser mit Sauerstoff versorgt. Hierdurch wird die Neubildung von kleinen Blutgefässen, Knochenzellen und Bindegewebe angeregt und die körpereigene Abwehr aktiviert. Der Zellstoffwechsel kann sich wieder normalisieren. Eine bisher schlecht durchblutete oder entzündete Körperregion heilt aus. Diese physikalischen und biologischen Gesetzmässigkeiten sind naturwissenschaftlich nachgewiesen. Die hyperbare Sauerstoff-Therapie stellt daher eine hochwirksame Behandlungsform für Gewebe mit Sauerstoffunterversorgung dar.

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Bei welchen Erkrankungen kann die HBO-Therapie helfen?

Schlecht heilende Wunden (durch Zuckerkrankheit, Durchblutungsstörungen, Venenerkrankungen, nach schweren Verletzungen, Operationen Verbrennungen
Knochen-Infektionen (chronische Osteomyelitis)
Gewebeschäden durch Bestrahlung
Schlecht heilende Hautverpflanzungen
Akute lnnenohrerkrankungen auf Grund von Sauerstoffmangel, Hörsturz, Ohrgeräusche, Lärm - und Knalltrauma
Migräne
Infektionen, z. B. Gasbrand
Vergiftungen, z. B. Kohlenmonoxid
Taucherkrankheit, Tauchunfall

Die hier genannten Erkrankungen sind nur eine Auswahl der empfohlenen Indikationen. Ob für Ihr Leiden eine HBO-Behandlung in Frage kommt, können wir gemeinsam mit Ihrem Arzt klären.

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Vorbereitung und Durchführung

Um Sie auf die Therapie vorzubereiten, wird Sie unser Arzt eingehend informieren und voruntersuchen. Dabei werden auch diagnostische Verfahren wie EKG, Lungenfunktionsprüfung, Ergometrie und Blutuntersuchung einbezogen. Falls Voruntersuchungsbefunde von ihrem behandelnden Arzt vorliegen, bringen Sie diese bitte mit. In einem persönlichen Gespräch werden die Möglichkeiten der hyperbaren Sauerstoff-Therapie ausführlich erläutert. Die Therapie wird an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt. Eine Behandlung dauert je nach Erkrankung zwischen 1,5 und 2 Stunden. Nach einer kurzen Voruntersuchung beim Arzt nehmen Sie gemeinsam mit anderen Patienten in der Behandlungskammer Platz. Um die Sauerstoffaufnahme optimal überwachen zu können, wird von der Pflegekraft eine kleine Sauerstoffsonde auf Ihrer Haut plaziert. Bei Bedarf messen wir Ihren Blutdruck und leiten das EKG ab. An Ihrem Platz befindet sich die Atemmaske, mit der Sie den Sauerstoff atmen werden.

Die Behandlung gliedert sich in 3 Phasen:

1. Zu Beginn wird der Druck im Behandlungsraum langsam erhöht. Sie haben dabei ausreichend Zeit, sich den verändernden Druckverhältnissen anzupassen.
2. Ist der vorgesehene Druck erreicht, setzen Sie Ihre Maske auf. Jetzt beginnt die eigentliche Behandlung, in der Sie, unterbrochen von kurzen Pausen, reinen Sauerstoff atmen. In dieser Zeit können Sie lesen, Musik hören oder einfach nur entspannen.
3. Zum Ende der Therapiesitzung wird allmählich der Luftdruck auf den normalen Umgebungsdruck reduziert und Sie können die Behandlungskammer wieder verlassen.
Danach sollten Sie sich Zeit zum Ausruhen gönnen Sie können sich noch eine Weile bei uns aufhalten, einen Kaffee, Tee oder Saft zu sich nehmen, bevor Sie gehen oder abgeholt werden.

Besonderen Wert legen wir auf Ihre persönliche Sicherheit. Mit dem Behandlungsablauf in der Druckkammer werden Sie von unserem Personal vertraut gemacht. Die Anlage ist mit Videoüberwachung ausgestattet. Weiterhin besteht jederzeit die Möglichkeit des Ruf- und Sprechkontaktes zum Pflegepersonal oder Arzt. Unsere Therapie-Einheit unterliegt den regelmässigen Sicherheitskontrollen durch den technischen Überwachungsverein (TÜV). Sie entspricht den Anforderungen der medizinischen Geräteverordnung (MedGV).

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