Indikationen

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Anwendungsgebiete der HBO-Therapie

Ob chronische Wunden, Knochenerkrankungen oder Bestrahlungsspätfolgen, ob akute Hörstörungen wie Hörsturz, Tinnitus und Schalltrauma und etliche weitere Indikationen: Die hyperbare Sauerstofftherapie wird sowohl bei akuten als auch chronischen Erkrankungen, die von erhöhtem Sauerstoffangebot profitieren, erfolgreich angewandt.

Sehr gute Erfolge werden dabei bei den durch die Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM e.V.) und European Underwater and Baromedical Society (EUBS) empfohlenen Anwendungsgebieten erzielt:

Wundheilungsstörungen / Problemwunden / Weichteile

  • Diabetisches Fußsyndrom, Diabetische Problemwunden
  • Chronische, nicht heilende Wunden
  • Gefährdetes Haut- und/oder muskulo-skeletales Transplantat
  • Ausgedehnter und/oder tiefgehender Weichteilschaden (Crush-Verletzung, Kompartmentsyndrom)

Die Behandlung mit hyperbarem Sauerstoff bei Diabetischem Fuß zielt darauf, schlecht heilende, chronische Wunden zu heilen. Die Anreicherung von Sauerstoff im betroffenen Gewebe durch die HBO-Therapie verhindert nicht nur eine weitere Verschlimmerung der Wunde. Heilungsprozesse werden angeregt. Nach ca. 15 HBO-Behandlungen setzt durch die Neubildung der Blutgefäße ein tiegfreifender Regenerationsprozess ein, und dies selbst bei einer bisher therapieresistenten Wunde. Hinzu kommt, dass Sauerstoff unter Überdruck Bakterien abtötet. So lassen sich durch die hyperbare Sauerstofftherapie Amputationen vermeiden bzw. begrenzen. Zur Beurteilung der Behandlungsaussichten wird vor der HBO ein schmerzfreies Sauerstoff-Mapping durchgeführt. Dabei wird getestet, ob die Gewebebeschaffenheit eine Sauerstoffdurchlässigkeit an den betroffenen Stellen zulässt.

Hyperbare Sauerstofftherapie bei Diabetischem Fußsyndrom empfohlen

Der am 29.12.2015 veröffentlichte Vorbericht zur Nutzenbewertung der adjuvanten HBO bei Diabetischem Fußsyndrom bestätigte: Mit hyperbarem Sauerstoff heilen chronische Wunden besser. Wenn Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom mit der hyperbaren Sauerstofftherapie behandelt werden, besteht eine 3-fach höhere Chance auf Wundverschluss. Die Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V. (DGfW e.V.) empfiehlt in ihren „S 3 Leitlinien zur Lokaltherapie chronischer Wunden bei Patienten mit den Risiken periphere arterielle Verschlusskrankheit, Diabetes mellitus, chronisch venöse Insuffizienz“ vom 12.06.2012 bereits die Anwendung der Hyperbaren Sauerstofftherapie, wenn Amputationen bei Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom drohen. Am 7. Mai 2013 stärkte das Bundessozialgericht (BSG) den Anspruch gesetzlich versicherter Diabetes-Kranker auf ambulante HBO-Therapie gegenüber ihrer Krankenkasse, wenn ihnen bei Diabetischem Fußsyndrom im Stadium Wagner III eine Amputation droht.

Knochen- und Knochenmarkerkrankungen

  • Chronische Knochenhaut- und Knochenentzündungen (Osteitis, Osteomyelitis)
  • Durchblutungsstörungen des Knochens, sog. aseptische Knochennekrosen (u.a. Hüftkopfnekrosen, Morbus Ahlbäck)
  • Gestörte Knochenbruchheilung (u.a. Calcaneus-/Talus-Frakturen)
  • Knochenmarksödemsyndrom (KMÖS)

Behandlungsziel der HBO bei Hüftkopfnekrose, Morbus Ahlbäck am Kniegelenk oder einem Knochenmarködem-Syndrom (KMÖS) ist, die Durchblutungsstörung des Knochengewebes rückgängig zu machen und die geschädigten Knochenzellen wieder zu regenerieren. Bei der Behandlung mit hyperbarem Sauerstoff erleben Patienten mit aseptischer Knochennekrose oder KMÖS oft eine Verringerung ihrer Gelenkschmerzen und können auf Schmerzmittel verzichten. Je weniger die Knochennekrose fortgeschritten ist, umso bessere Chancen bestehen, den drohenden „Knocheninfarkt“ und damit den Gelenkersatz zu vermeiden. Durch den Erhalt des eigenen Gelenkes an Knie und Hüfte mithilfe der hyperbaren Sauerstofftherapie lassen sich riskante, im Laufe des Lebens zu wiederholende Operationsrisiken vermeiden. Zudem kann eine Endoprothese das eigene Gelenk nie vollständig in seiner Funktion und Belastbarkeit ersetzen.

MRT zeigt Chancen und Behandlungserfolge der HBO

Durch MRT-Aufnahmen ist eine exakte Einschätzung der mit der HBO verbundenen Heilungschancen vor Beginn der Therapie mit hyperbarem Sauerstoff möglich. Außerdem kann durch MRT-Aufnahmen das mit der hyperbaren Sauerstofftherapie erzielte Therapie-Ergebnis bei Knochennekrosen, Knochenmarködemen und Morbus Ahlbäck exakt belegt und dokumentiert werden. In enger Kooperation mit dem behandelnden Orthopäden bzw. Radiologen erarbeiten die HBO-Ärzte am Hyperbaren Sauerstoff-Zentrum München eine auf Ihre Beschwerden abgestimmte Sauerstoffüberdrucktherapie. In der Regel findet eine tägliche Behandlung über etwa 3 Wochen statt bzw. sollten 20 Behandlungen in der Therapie-Druckkammer erfolgen.

Wie wirkt die HBO bei Hüftkopfnekrose, Morbus Ahlbäck oder Knochenmarködem?

Unter der HBO-Therapie kann der zur Regeneration der geschädigten Knochenzellen notwendige Sauerstoff aus den kleinsten Blutgefäßen bis zu viermal weiter in das Gewebe eindringen. Ein bestehendes Knochenmarködem wird durch die Gefäßengstellung vermindert. Neue Blutgefäße werden gebildet, bindegewebsbildende Zellen werden aktiviert, Bindegewebsfasern entstehen vermehrt und werden miteinander vernetzt. Die Stimulation der Knochen ab- und aufbauenden Zellen führt zur Knochenregeneration.

Wissenschaftlich belegt: Therapeutischer Nutzen der HBO bei Osteonekrosen und KMÖS

Für die Anwendung der HBO bei der Hüftkopfnekrose liegen wissenschaftliche Studien diverser Evidenzklassen bis zur Klasse 1b vor. Es handelt sich also um eine Therapie mit begründeter Aussicht auf Erfolg. Für die Indikation aseptische Knochennekrosen oder Knochenmarködemsyndrom an Kniegelenk oder Talus liegen Studien der Evidenzklasse 3 vor.

Die Behandlung des KMÖS - Osteonekrose, Indikationen, Behandlungsstrategien und klinische Langzeitergebnisse 1999 bis 2011. Update und erstes 5-Jahres Follow up bei der Behandlung des KMÖS am Kniegelenk. Johannes von Reumont, Anke Fabian. Druckkammerzentrum Heidelberg 2011. EK 1 b-Studie: Camporesi EM, Vezzani G. Hyperbaric Oxygen Therapy in Femoral Head Necrosis. J Arthroplasty 2010; 25 (6 Suppl.): 118-123

Prävention und Therapie von Bestrahlungsspätfolgen

  • Osteoradionekrosen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich
  • Strahlenzystitis der Blase nach Bestrahlung
  • Strahlenproktitis im Enddarmbereich nach Bestrahlung

Speziell bei einem vorgeschädigten Kieferknochen wie z.B. bei latenten Entzündungen, Knochenrückgang bei älteren Patienten, starken Rauchern etc. ist die Einheilung von Implantaten nicht sicher. Selbst ein Knochenaufbau führt nicht immer zu einem zufriedenstellenden Ergebnis. Manchmal muß der Zahnarzt daher von Implantaten abraten. Dem Patient bleibt dann nur noch die Prothese oder eine Brücke.

Zur besseren Einheilung eines Implantats wird der Kieferknochen mit hyperbarem Sauerstoff optimal vorbereitet. Durch die hohe Sauerstoffkonzentration im Blut wird der Kieferknochen mit sehr viel sauerstoffreicherem Blut durchströmt als üblich. Dies bewirkt das Abheilen von Knochenentzündungen. Es führt auch zur Einsprossung von kleinen Blutgefäßen und zur Neubildung von Knochenbälkchen. Der Kieferknochen wird insgesamt gekräftigt. In einem so gestärkten und gut durchbluteten Kieferknochen kann der Kieferchirurg sogar ohne weiteres auch mehrere Implantate erfolgreich setzten. Abhängig vom individuellen Zustand des Kieferknochens sind vor der Implantation ca. 10 Behandlungen mit hyperbarem Sauerstoff erforderlich. Um das Ergebnis noch besser zu konsolidieren, können gegebenenfalls noch einige weitere Sitzungen nach dem Eingriff notwendig sein.

Mithilfe der hyperbaren Sauerstofftherapie lassen sich Bestrahlungsspätfolgen an Blase und Enddarm ohne weitere operative Eingriffe oder Medikamente schonend und mit sehr guten Erfolgsraten behandeln. Denn die HBO vermag selbst chronische Wunden im Körperinnern zu heilen, die durch die Schädigung der besonders strahlenempfindliche Blutgefäße der Darm- und Blasenhaut entstanden sind. Damit eröffnet sie den von Spätfolgen einer Krebsbehandlung Betroffenen eine völlig neue Lebensqualität: Die für Strahlenproktitis oder Strahlenzystitis typischen andauernden Blutungen, Schmerzen oder Entzündungen können zum Stillstand gebracht werden, Transfusionen und Eingriffe wie Blasenentfernung oder das Legen eines künstlichen Darmausgangs lassen sich mit der HBO verhindern.

Wie wirkt die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) bei Bestrahlungsspätfolgen?

Der Zeitraum, in dem Spätfolgen einer Radiotherapie wie Strahlenproktitis und Strahlenzystitis eintreten können, liegt zwischen 30 Tagen und 30 Jahren nach Bestrahlungsbeginn. Die Therapie mit Sauerstoff unter Überdruck verbessert die Abwehrfunktion der weißen Blutkörperchen und stärkt solche Enzymsysteme, die Bakterien abtöten.Die HBO regt die Gefäßneubildung und die Bildung von Bindegewebe in dem durch Bestrahlung geschädigten Gewebe an. Durch den Wechsel von Sauerstoffmangel und Sauerstoffüberversorgung wachsen neue Blutgefäße. Zur Behandlung von Strahlenproktitis oder Strahlenzystitis sind tägliche HBO-Behandlungen von 3 mal 30 Minuten mit medizinisch reinem Sauerstoff unter Überdruck über einen Zeitraum von mindestens 3 Wochen sinnvoll.

Wissenschaftlich belegt: Behandlungserfolg der HBO bei postradiogenen Weichteilschäden Bereits auf der Konsensuskonferenz der Europäischen Gesellschaft für Radio-Onkologie (ESTRO) und der europäischen Gesellschaft für Hyperbarmedizin (ECHM), in Lissabon 2001, hat sich ergeben, dass die hyperbare Sauerstofftherapie bei den sonst nicht kausal zu behandelnden postradiogenen Weichteilschäden erfolgreich eingesetzt werden kann. Inzwischen sind weitere hochwertige Studien bis zur Evidenzklasse 1b hinzugekommen, die den Einsatz dieser Therapie bei Strahlenzystitis und Strahlenproktitis weiter begründen und absichern. Es ist zudem darauf hinzuweisen, dass zahlreiche Studien geringerer Evidenzklassen durchgehend konsistente Ergebnisse zeigen.

Hyperbare Sauerstofftherapie bei hämorrhagischer Strahlenzystitis nach Prostatakarzinom. Dr. S. Degener, H. Strelow, A. Pohle, D.A. Lazica, J. Windolf, J. Zumbé, S. Roth, A.S. Brandt. In: Der Urologe 2012-51: 1735-1740. Eine "vielversprechende, wenn auch noch selten angewendete Alternative bei rezidivierender oder interventionell nicht beherrschbarer Hämaturie stellt die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) dar". Die Ergebnisse zeigen, dass mit der HBO eine Therapieform zur Verfügung steht, die diese schwerwiegenden Komplikationen der Strahlentherapie "mit einer Erfolgsrate von 90% und ausgesprochen geringer Nebenwirkungsrate therapieren kann". Zur Zusammenfassung der Studie auf springermedizin.de.

Eine amerikanische Studie aus 2011 berichtet von einem positiven Therapieverlauf bei 89 Prozent der mit HBO behandelten Patienten mit Strahlenzystitis (Prospective assessment of outcomes in 411 patients treated with hyperbaric oxygen for chronic radiation tissue injury. Neil B. Hampson, MD1; James R. Holm, MD1; Claude E.Wreford-Brown, CHRN1; and John Feldmeier, DO. In: Cancer, 12/2011)

Akute Innenohr-Erkrankungen / Innenohrperzeptionsstörungen

  • Akuter Hörsturz
  • Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • Knalltrauma, Lärmtrauma (Akuter Lärmschaden)
  • Morbus Menière (Ohrgeräusche, Hörminderung und Schwindel)

Ziel der HBO-Therapie bei akuten Hörstörungen ist, die Sauerstoff-Unterversorgung im Innenohr zu beseitigen und somit die geschädigten Sinneszellen zu regenerieren. Da die Ursachen für Hörsturz oder Tinnitus zu unterschiedlich oder oft unklar sind, gibt es zurzeit keine Therapie, die einen absolut sicheren Behandlungserfolg bei diesen akuten Innenohrerkrankungen garantieren kann. Damit diese Hörstörungen - wie plötzliche Taubheit bei Hörsturz und akustischem Unfall oder auch permanente Ohrgeräusche - jedoch nicht chronisch werden, sollte man alle zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten möglichst rasch ausschöpfen. Die besten Behandlungserfolge werden nachweislich innerhalb von 3 Monaten nach Auftreten der Hörstörungen oder Ohrgeräusche erzielt. Zu den schulmedizinischen Therapien bei Hörsturz, Knalltrauma und Tinnitus zählen die Durchblutung fördernde Medikamente wie Tabletten und Infusionen, entzündungshemmendes Cortison und auch die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO).

HBO als Kombinationstherapie und Behandlungsalternative bei akuten Hörstörungen

Sinnvoll bei Hörsturz, Knalltrauma und Tinnitus ist nicht nur eine rasche HNO-ärztliche Behandlung, wenn die Beschwerden nach ein bis drei Tagen nicht von selbst zurückgegangen sind. Auch eine schrittweise Kombinationstherapie mit Medikamenten, Infusionen und hyperbarer Sauerstofftherapie hat sich bewährt, die wir am Hyperbaren Sauerstoff-Zentrum München in Kooperation mit den behandelnden HNO-Fachärzten durchführen. Der Einsatz von hyperbarem Sauerstoff ist ebenfalls eine Behandlungsalternative, wenn zunächst durchgeführte Standardtherapien bei akuten Hörstörungen nicht erfolgreich oder unverträglich waren.

Wie wirkt die HBO bei Hörsturz, Tinnitus, Knall- und Schalltrauma?

Durch das Einatmen von medizinisch reinem Sauerstoff in der Therapie-Druckkammer steigt der Sauerstoffgehalt in der Nährflüssigkeit der Sinneszellen des Innenohrs. Der zur Regeneration geschädigter Sinneszellen notwendige Sauerstoff kann aus den kleinsten Blutgefäßen bis zu viermal weiter in das Gewebe des Innenohrs eindringen. Dazu sind bei Knall-/Schalltrauma, Hörsturz und Tinnitus zwischen 10 und 20 HBO-Sitzungen à 2 Stunden und 15 Minuten erforderlich, die in einem komprimierten Zeitraum aufeinander folgen sollten. Die Erfolgskontrolle erfolgt über HNO-Untersuchungen.

HBO bei Hörsturz und Schalltrauma: Eine weltweit anerkannte Therapie

Für die Wirksamkeit der HBO bei Hörsturz gibt es die zurzeit beste wissenschaftliche Datenlage unter allen Behandlungsmöglichkeiten. Es liegen randomisierte Studien der Evidenzklasse 1b vor, die den positiven Effekt der HBO nachgewiesen haben. So wird sie in den evidenzbasierten US-amerikanischen HNO-Leitlinien als adjuvante Therapie-Option bei Hörsturz empfohlen. Auch das 2010 veröffentlichte „European Manual of Medicine Otorhinolaryngology, Head and Neck Surgery“ der UEMS (Union Européenne de Médecins Spécialistes) dokumentiert die Wirksamkeit der hyperbaren Sauerstofftherapie bei Hörstörungen. Die hyperbare Sauerstofftherapie ist ebenso eine bei Knalltrauma international anerkannte Behandlungsmethode. So verfügen zahlreiche Armee-Krankenhäuser über Therapie-Druckkammern, um Schall- und Explosionstraumata wirkungsvoll zu behandeln. Seit März 2014 wird die Hyperbare Sauerstofftherapie HBO wieder als Therapie-Option in der aktuellen HNO-S1-Leitlinie zur Hörsturz-Behandlung empfohlen.

Erkrankungen des Auges

  • Anteriore ischämische Optikusneuropathie (Zentralarterienverschluss des Auges)

Weitere Indikationen

Bereits das Atmen von reinem Sauerstoff bei normalem Umgebungsdruck stellt eine etablierte Behandlung der Migräne dar. Vor allem in therapieresistenten Fällen mit zu lang anhaltender (mehrtägiger) Anfallsdauer und bei zunehmender Arzneimittel-Intoleranz kann die Therapie mit HBO im Rahmen eines multimodalen Therapiekonzeptes helfen. Durch die vermehrte Zufuhr von Hyperbarem Sauerstoff unter der HBO-Therapie in der Druckkammer wird die Schwellung der Nervenzellen reduziert. Sauerstoff führt zur Gefäßzusammenziehung und damit Ausschwemmung der Ödeme mit anschließender Verbesserung der Durchblutung. Der Zellstoffwechsel normalisiert sich. Der akute Anfall wird oft schon nach wenigen Atemzügen O2 unter hyperbaren Bedingungen beendet, die Patienten werden beinahe schlagartig schmerzfrei. Vor allem bei Arzneimittel-Intoleranz und zur Migräne-Prophylaxe ist die hyperbare Sauerstofftherapie eine Behandlungsalternative.

Bei chronischer Borreliose bzw. Lyme-Arthritis kann die hyperbare Sauerstofftherapie experimentell eingesetzt werden, um die Beschwerden wie unspezifische Schmerzen (Fibromyalgie) , Gelenkschwellungen, Gehschwächen und Arthrose zu bessern. Allerdings ist der Wirkungsmechanismus noch nicht ausreichend aufgeklärt, weshalb die Therapie nur in besonderen Ausnahmefällen angewendet wird. Man geht von der Annahme aus, dass der hohe Sauerstoffpartialdruck im Körper den Krankheitserreger vernichtet oder zumindest dezimiert und zwar auch dort, wohin Antibiotika nicht vordringen können. Wir bieten deshalb Patienten bei chronischer Borreliose / chronischer Lyme-Krankheit die HBO-Therapie als Behandlungsversuch an, insbesondere als weitere Chance nach mehreren Serien erfolgloser Antibiotika-Therapien.

Notfallindikationen

  • Tauchunfall / Druckluftunfall (Dekompressions-Erkrankungen)
  • Kohlenmonoxidvergiftung, Rauchgasvergiftung
  • Luft- und Gasembolien
  • Gasbrand und andere nekrotisierende Weichteilinfektionen
 

Kontakt

: Karlstraße 42, 80333 München

: (089) 548231-0

: (089) 548231-50

: info@hbozentrum.de

: http://www.hbozentrum.de

Öffnungszeiten

Montag - Donnerstag
09:00 Uhr - 18:00 Uhr
Freitag
09:00 Uhr - 16:00 Uhr

Regina Müller

Regina Müller

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Geschäftsführerin

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